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DIARY OF THE DEAD

Bevor der Blog völlig einstaubt....


Spricht man von Zombies so meint man für gewöhnlich langsam vor sich hinschlurfende und vergammelnde „lebende“ Tote. Als Erfinder dieser modernen Monster kann man getrost George A. Romero bezeichnen auch wenn sie schon lange vor seinem „Night of the Living Dead“ in Erzählungen oder auch dem ein oder anderen Film auftauchten.
Mit seinen nunmehr vier „Dead“ Filmen schuf er einen Mythos und, mal mehr mal weniger, tolle Filme. Action und Splatter aber auch eine gehörige Portion Sozialkritik machten seine Filme zu dem was sie sind und zahlreiche Filmemacher versuchten seitdem, meist mit eher bescheidenem Erfolg, diese zu kopieren oder das Zombiethema anders aufzuarbeiten. Bis heute ist Romero aber der unumstrittene König des Zombiegenres. Nachdem er mit „Land of the Dead“ vor ein paar Jahren seinen ersten Big Budget Zombiestreifen abgeliefert hat ging er mit seinem nächsten Werk wieder in die andere Richtung.

„Diary of the Dead“ kann man fast wieder als Low Budget Produktion bezeichnen. Es gibt keine Heerscharen von Untoten welche die Leinwand bevölkern, keine waffenstarrenden und effektgeladenen Gefechte wie in „Land“, tatsächlich gibt es sogar kaum größere Szenen mit großen Menschenmengen (sprich Statisten). Romero beschränkt sich erneut auf eine kleine Gruppe von Menschen welche er (mal wieder) den aufkeimenden Horror er- und durchleben lässt. Das ganze auch wieder auf recht eingeschränktem Raum (das meiste spielt sich in einzelnen Gebäuden oder einem Wohnmobil ab). Wie auch REC lässt er den Zuschauer teilhaben indem er uns das Geschehen ständig aus der Sicht von Kameras präsentiert und versucht sich damit ebenfalls am momentan grassierenden „domcumentary“ Look einiger Filme.

Sonst bleibt alles beim alten und Romero versucht nicht einmal seinem selbst geschaffenen Zombieuniversum etwas neues hinzuzufügen. Die Zombies schlurfen, die Menschen quatschen und stellenweise hat man das Gefühl die Protagonisten würden das Geschehen, trotz der gesehenen Gräuel, nicht ganz ernst nehmen. Dieser Umstand wirkt sich weder negativ noch positiv auf den Film selbst aus, allenfalls die Beziehungsproblemchen der fast Teenies könnten dem ein oder anderen auf den Sack gehen.
Viel schlimmer ist, dass Romero seinen Film nach Schema F abspult, überwiegend vorhersehbar ist er sich selbst für das abgenudelte Zehn kleine Negerlein Prinzip nicht zu schade.
Auch in Sachen Sozialkritik ist er längst zahm geworden und verteilt allerhöchstens Seitenhiebe (aber das war ja schon in „Land“ nicht viel anders), dafür gibt es aber den ein oder anderen (gewollten) Lacher, ja sogar eine Szene bei der man sich aufgrund des furztrockenen Humors schepp lachen könnte.

Was bleibt ist ein guter, klassischer Zombiestreifen mit gewohnt guten Effekten, netten Darstellern und einer etwas anderen Perspektive. Diese ist übrigens wesentlich angenehmer als im artverwandten REC. Nicht ganz so verwackelt, dafür scharf und nicht so hektisch, dennoch bleibt das mittendrin Gefühl gut erhalten. Alles in allem gefällt mir „Diary of the Dead“ ein gutes Stück besser als REC.

Ich komme aber nicht drum herum festzustellen dass auch aus dem großen Romero mehr oder weniger die Luft raus ist. Nach „Night“, „Dawn“ und „Day“ scheint er uns eben alles erzählt zu haben. Eine Entwicklung scheinen seine Filme nicht mehr wirklich durch zu machen. Zwar bleiben seine Zombiestreifen durchweg gut und interessant was sie somit weit von den meisten anderen Zombiestreifen abhebt, aber ihnen fehlt einfach das Gewisse etwas um sie zu einem Meilenstein vom Schlage eines „Night“ oder „Dawn“ zu machen. Untermauert wird diese Feststellung durch Romeros Ankündigung dem ganzen einen 2. Teil folgen zu lassen. Mit etwas Neuem sollte man von seiner Seite also nicht rechnen.
20.5.08 17:56


Doppelt hält besser

HALLOWEEN / REMAKE ;Rob Zombie 2007


Rob Zombie....von der Musik zum Regisseur. Gibts ja oft, einige Regisseure lernten ihr Fach als Werbe- oder Musicclip Filmer. Zombie allerdings war Leadsänger bei White Zombie. Mit seinem Debut "House of 1000 Corpses" legte er auf anhieb einen Puplikumserfolg hin und machte sich viele Freunde unter den ausgehungerten Horrorfans. Der Nachfolger "The Devils Rejects" kam bei Kritikern und Publikum teilweise noch besser an. Als Zombie ein Halloween Remake als nächstes Projekt ankündigte teilten sich diese aber in 2 Lager. Die einen waren begeistert, die anderen entsetzt. Ich zähle mich zu den letzteren. Doch alle warteten gespannt auf Zombies Version des Carpenter Klassikers....

Der kleine Michael Meyers wächst in einem ziemlich assozialen Umfeld auf. Zwar sieht er aus als könne er kein "Wässerchen trüben", doch der kleine hats faustdick hinter den Ohren. Anfangs quält und tötet er im Geheimen nur Tiere, doch noch bevor Dr. Loomis (Malcolm Macdowell löst hier den leider verstorbenen Donald Pleasence ab) Michaels Mutter zu einer Therapie überreden kann nimmt das Unheil seinen lauf. Michael rächt sich an seinen Peinigern, tötet einen Schulkameraden und meuchetl Stiefvater, Schwester und deren Freund.
Nach Jahren in einer Anstalt gelingt ihm, pünktlich zu Halloween der blutige Ausbruch und der macht sich auf den Weg zu seiner Schwester...die allerdings nichts von ihrem wahnsinnigen Bruder weiß...

Schön und gut, vom Grundgerüst der Story her hält sich Zombie eng an die Vorlage. Wärend sich Carpenter nach kurzer Einführung und Vorstellung des "kleinen" Michaels gleich der "Zukunft", also dem Ausbruch und der anschließenden Metzelei Michaels widmet, lässt sich Zombie zeit. Er zeigt uns Michaels verkorkste Kindheit und versucht so ein Motiv für dessen späteres Handeln zu schaffen. Das alleine ist schon schlimm genug. Das interessante an Michael Meyers war, zumindest in Teil 1 & 2, das man eigentlich nicht so genau wußte warum er diese Morde verübt. Ein wirkliches, eindeutiges Motiv gab es nicht. Dr. Loomis Einschätzung war da schon ganz richtig: Er ist das Böse, das unsagbar Böse.
Zombie hingegen sucht nicht nur ein Motiv, nein, er liefert uns auch das denkbar einfachste, ausgelutschte und dämlichste Motive die es gibt. Ein Motiv das wir heute mindestens einmal in der Woche in Bezug auf irgendwelche Verbrechen zu hören bekommen. Ein Motiv, über das man streiten kann und ein Motiv über das wir uns (fast) alle aufregen wenn der nächste Vergewaltiger, Kinderschänder oder Mörder statt lebenslang in den Knast nur wieder ein paar Jährchen in der Klappse schmort.

"Der Junge hatte ne scheiß Kindheit ! Er mußte ja so werde, er kann nichts dafür !", für mich zerstört das den Mythos Michael Meyers. Das wäre so als wenn unter Jasons Hockeymaske ein 18 Jähriger Pimpf oder Otto Normal Bürger steckt (ging in 4 oder 5 vom "Freitag" ja auch in die Hose).

Doch nicht nur das, Zombie gestaltete Michaels Familie so 08/15 Hinterwäldlerhaft das man glaubt die Familie Butterfly hätte das Ende von "The Devils Rejects" überlebt. Da wird geflucht und über Titten sowie Ficken gesprochen wie es nur die Butterflys können. Das Zombie mal gerade so nebenbei fast den kompletten "Devils" Cast auch in "Halloween" versteckte unterstützt dieses Gefühl nur noch mehr. Nach knapp der Hälfte des FIlms ist man froh endlich den Ausbruch zu erleben denn zumindest micht interessiert nicht die Bohne was Michael in der Klappse erlebt. Doch ab der 2. Hälfte mutiert Zombies Film stellenweise zu einer 1 zu 1 Kopie des Originals. Ein paar Änderungen machen diese, durchaus gut gedrehte 2. Hälfte "anders" aber dennoch überflüssig. Nicht zu letzte deshalb weil Zombie die letzten Szenen, das Finale zwischen Laurie und ihrem Bruder viel zu lang gestaltet. Eben wird noch schnell das Ende des Originals zitiert, da schlägt Michael ein weiteres mal zu und wir müssen uns weitere lange Minuten das Katz und Maus spiel betrachten.

Das "richtige" Ende wirkt auf den ersten Blick zumindest endgültiger als Carpenters was für mich die Hoffnung weckt das tatsächlich Schluß mit diesem Murks ist.

Fazit:

Als eigentständiger Slasher funktioniert Zombies "Halloween" recht gut. Er bietet nichts neues, kann aber einen beeindruckenden Michael Meyers und ein paar nette Szenen für den Gore Freak bereithalten. Sehr gelungen empfand ich die Szene als der, noch kleine, Michael zwischen den Bäumen seinen Schulkameraden beobachtet. Das hatte was.
Ansonsten präsentiert Zombie leider nichts neues, er kopiert Anfangs sich selbst was ebenso ausgelutscht ist wie das spätere kopieren Carpenters. Mehr Innovation, mehr Mut zu Veränderung hätte dem Film wirklich gut getan.
Wie gesagt funktioniert er als eigenständiger Slasher noch ganz gut, als Halloween Remake versagt er kläglich und scheitert am übermächtigen Original. Für mich, leider wie erwartet, eine herbe Enttäuschung und verscwhendete Zeit.
19.3.08 19:57


I love trash ! THE RIFFS - Eine Trilogy die keine ist

Da haben wir wieder einen ! Jawoll ja ! Ausgebuddelt aus der Mottenkiste flog die Silberscheibe dieses Italo Trashstreifens nach einigen Monaten doch noch in meinen DVD Player. In den 80`ern blüte der Italienische Film ja bekanntlich auf. Neben zahlreichen Giallis war es fast schon guter Ton erfolgreiche Filme aus den USA zu kopieren. Angespornt von Romeros Untoten Saga, Millers Mad Max und Scotts Alien oder später auch Camerons Terminator verwurschtelten die Italiener alles in ihren eigenen Filmen. Enzo G. Castellari schuf 82 nicht nur den tollen Mad Max Klon "Metropolis 2000/The New Barbarians" sondern versuchte sich mit "The Riffs - Die Gewalt sind wir" (und dessen Nachfolger) auch noch an einem Mix aus eben jenem postapokalyptischen Szenario und Walter Hills "The Warriors". Heraus kam ein recht unterhaltsamer Mix mit allerlei skurielen Figuren und dünner Story.

Viel zu erklären gibt es nicht. Die gezeigte Zukunft ist nicht allzuweit enfernt, Ambiente, Kleidung, Fahrzeuge...das ganze Drum herum könnte (und kam) so auch in den 80`ern vorkommen. Keine futuristischen Waffen oder sonstiges Sci-Fi Zeugs. Der in vielen Filmen dieses Genres anzutreffende Super Gau hat (noch nicht stattgefunden) was den Film schon alleine deshalb zu etwas besonderem Macht. Nicht nur das, macht es den Film auch "beänstigender". Nicht in vielen Jahren, nein schon jetzt könnte diese Zukunft Wirklichkeit werden oder sein. Statt einem weit entfernten Kriegsschauplatz findet Castellaris "Kleinkrieg" fast schon inmitten einer unserer Städte statt.
In dieser Welt, genauer in der heruntergekommenen Bronx leben die "Riffs". Eine der zahlreichen Gangs und bekriegen sich mit den anderen. Da sind die Scavengers, die Rollerz, die Iron Mens und wie sie alle heißen. Neu ist auch das nicht, denn gab es z.B. bei Hill eine "Baseballschläger" Bande so finden wir hier eben Hockeyfreaks, statt Killerpantomimen gibt es Stepptanzende Prügler. Skurill, überzogen und trashig. Aber so soll es ja auch sein. Es geht im Grund um Gut und Böse in dieser heruntergekommenen Welt auch wenn die Grenze dazwischen verwischt ist. Beide Seiten setzen auf die gleichen Mittel, Gewalt. Punkt aus Basta. Auf der einen Seite die Gangs, brutal und unnachgiebig. Auf der anderen Seite die autoritäre Polizei, kurrupt und ebenso brutal....ja eigentlich noch schlimmer.

Man könnte also geneigt sein Castellari zu unterstellen er hätte tatsächlich versucht Sozialkritik in seinen Film einzubauen, das er im kleinen den Niedergang unserer Werte, unserer Zivilisation darstellen wollte. Doch wie ich finde ginge das zuweit. Der ein oder andere mag das tatsächlich hineininterpretieren, doch ich denk er wollte einfach seinen und unseren Spaß. Ist ihm auch gelungen. Wie in vielen Filmen dieser Ära dürfen Fred Williamson (in einer größeren) und Georg Eastman (mal wieder in einer kleineren Rolle) nicht fehlen und hampeln ein wenig vor der Kamera herum das es eine wahre Freude ist. Was Castellari dazu bewogen hat die Hauptrolle des Trash mit einem Laiendarsteller zu besetzen bleibt wohl ein Rätsel (ok, irgendwo wird ers wohl erklären). Autenzität ? Nein, denn Mark Gregory watschelt wie ein besoffenes Teletubbie am Spieß durch die Gegend und sorgt mit seinem leichten "Jack Sparrow mit Muskeln" Einschlag für einige unfreiwillige Lacher. Zum Glück ist der Film dann schon zu Ende bevor er dadruch allzu Lächerlich wird. Am Ende darf er demonstrieren das er tatsächlich einen zweiten, leicht traurigen, Gesichtsausdruck hinbekommt.

Stellenweise recht gut hingegen spielt Vic Morrow (erinnert mich immer an Ernest Borgnine). Seine Darstellung des durchgeknallten Cops Hammer bleibt im Gedächtnis. Schade das er wenig später bei Dreharbeiten zur "Twilight Zone" (wie passend) ums Leben kam.

Die restlichen Darsteller und Figuren sind nicht erwähnenswert.

Zum Ende hin dreht der Film die bis dato recht harmlose Gewaltschraube doch ziemlich an was wohl zur damaligen "ab 18" Freigabe führte. Für heutige Verhältnisse bleibt der Film aber dennoch ziemlich harmlos.

Fazit:

Wie soviele Filme dieser Ära ist "The Riff" alles andere als "Großes Kino". Heute würde sich wohl niemand mehr trauen sowas ins Kino zu bringe, ja selbst auf DVD würde man sich schwer tun. Trotzdem macht der Film Spaß. Zwar wirkte er auf mich wesentlich billiger und platter als "Metropolis 2000", gegen den kruden "Fireflash" können die Riffs aber auf jedenfall bestehen. Es macht irgendwie Spaß sich diesen Italotrash in Ruhe reinzuziehen und zu sehen wie "ernst" man uns das alles verkaufen will. In Sachen Darstellung, Dramaturgie und Szenerie sind die "Warriors" trotz des höheren Alters aber immernoch besser.
Dennoch sind die "Riffs" mit ihrem unverbrauchten Szenario eine willkommene Abwechslung und Bereicherung für das Endzeit Genre. Wärend sich die meisten anderen Filmchen auf das kopieren von Mad Max beschränkten versuchte man hier etwas neues.




RIFFS 2 - FLUCHT AUS DER BRONX


Vielfilmer Castellerari wartet einen Kinostart nicht unbedingt ab und deshalb beschenkte er uns 1982 (oder auch Anfang 83) gleich noch mit dem 2. Teil der Riffs Saga.

Flucht aus der Bronx schließt halbwegs an den ersten Teil an. Die Gangs sind zerschlagen, die meisten großen Anführer tot und mit der Bronx gehts weiter bergab. Grund genug für eine böse, Multimilliarden Dollar schwere, Firma sie dem Erdboden gleich zu machen um eine perfekte Wohngegend für einen Haufen Neureiche zu errichten. Trash (wieder gespielt von Mark Gregory) läßt sich das natürlich nicht gefallen und als die Polizei seine Eltern tötet (wo kommen die auf einmal her ???) setzt er alles daran den Präsidenten der Firma als Druckmittel zu kidnappen. Mit Untergrundkämpfer Strike, dessen Sohn und einer Reporterin macht er sich auf die Bronx zu retten....

Teil 2 behält die Kulissen und Figuren Konstellation des 1. Teils nahezu unverändert bei (es gibt sogar wieder einen Gangboss mit Blondi am Arm und beide ereilt das gleiche Schicksal wie ihre Vorgänger). Es gibt die korrupten Cops samt halbwegs durchgeknalltem Anführer, ein Haufen verschiedener Gangs die allerdings nur Mininebenrollen einnehmen und mitten drin den guten alten Trash. Die Titelgebenden RIFFS sind aber im Grunde nicht mehr dabei denn Trash ist als einziger als solcher zu erkennen. Sei`s drum, den Film macht das nicht schlechter. Sonderlich innovativ war Castellari aber nicht, zwar erzählt er die Geschichte um Trash weiter, greift dabei aber auch inhaltlich auf extakt die Zutaten des 1. Teils zurück. Am Anfang ein paar Kämpfe mit der Polizei, dann der Versuch die Gangs gemeinsam zu mobilisieren, schließlich geht es wieder durch ein Tunnelsystem und dann kommt der (krachende und brummende) Showdown. Massig Tote, viele Explosionen und der Cast rast innnerhalb Sekunden gen Null. Doch wie schon in Teil 1 gilt auch hier: ziemlich unterhaltsam !

Mark Gregory scheint in der kurzen Zeit etwas dazugelernt zu haben. Die Teletubbi Zeiten sind vorbei. An seinen 2 Gesichtsausdrücken hat sich zwar absolut nichts geändert, doch immerhin hat er (wortwörtlich) laufen gelernt auch wenn er hier und da noch völlig bescheuert mit seinem Pistölchen in der Gegend rumfuchtelt.

Auf Fred Williamson und George Eastman müssen wir diesmal leider verzichten, ebenso auf den guten Vic Morror. Als ersatz gibts immerhin Giancarlo Prete, womit Castellari in den beiden Riffs Filmen fast den kompletten METROPOLIS 2000 Cast untergebracht hat....fehlt Kanakis (!) denn die weiblichen Darstellerinnen der Riffs Filme sind nicht gerade die besten eye catcher. Strikes Sohn wird übrigens von Pretes wirklichem Sohn gespielt. Antonio Sabato haben wir übrigens den Vater von, wie überraschend, Antonio Sabato Jr. (THE BIGHIT) am Start.
Henry Silva als Cop Wrangler tut sein bestes damit wir Vic Morror nicht vermissen....klappt aber nur bedingt denn so wirklich durchgeknallt kommt er einfach nicht rüber, sein Abgang ist ebenfalls recht unspektakulär.

Die Effekte gehen in Ordnung. Die Bezeichnung "Trash" trifft es hier aber oftmals ganz gut denn mehrmals sieht man deutlich das hier (schlechte) Puppen durch die Gegen fliegen. Ebenso witzig anzusehen ist es auch wenn Trash und seine Kumpels unbeschadet durch MG Salven hechten, im Gegenzug aber mit kleinkalibrigen Revolvern Helikopter und Trucks zerbersten lassen. Was soll`s, das gehört scheinbar zum guten Ton. Genauso wie es sich für gute Bösewichte gehört in Motorradhelm und Kluft zu erscheinen.

Fazit:

RIFFS 2 ist eine gelungene Fortsetzung. Da Castellari kaum etwas verändert hat verwundert das nicht wirklich denn wenn man Teil 1 mochte so gefällt einem, fast schon zwangsweise, auch der 2. Teil. Überflüssig fand ich die kurze und blöde Einführung von Trash. Wozu das ganze ? Seine Erlebnisse im 1. Teil hätten völlig genügt um seine Motive zu verdeutlichen, den Tod seiner Eltern bzw. das ganze Erscheinen derer war einfach überflüssig. Beim Rest ist es wie gehabt: solche Filme mag man, oder eben nicht.



RIFFS 3 - DIE RATTEN VON MANHATTEN

Ist ein Novum im deutschen Kino. Denn außerhalb Deutschlands gibt es diesen Film eigentlich nicht. Warum ist schnell erklärt. Nach "Flucht aus der Bronx" war schluß. "Riffs 3" lief unter anderem auch unter "Rats- Night of Terror" und hat mit den Riffs Filmen nicht die Bohne zu tun. Doch da man schon damals wusste wie man einen Film besser vermarktet wurde der Film bei uns kurzum als "Riffs 3" deklariert und gut war. Muß ja auch nicht unbedingt schlecht sein. Schaut man allerdings in die Credits und erspäht den Namen Vincent Dawn weiß der Kenner das sich dahinter Bruno Mattei verbirgt.
Bei Mattei handelt es ich scheinbar um Uwe Bolls geistigen Bruder (vom Alter her wohl eher Vater) denn wie Boll heute klaute sich Mattei Handlung unf oftmals sogar ganze Szenen, Musik etc. aus anderen Filmen. Im Gegensatz zu Boll aber noch auf weit niedrigerem Niveau. Mit "Die Hölle der lebenden Toten" drehte er einen unsäglichen Beitrag zum Zombiefilm, klaute ungefragt den Score aus Romeros "Dawn of the Dead" und mixte den kruden Schrott mit original Aufnahmen eines Dokumentarfilms über Neu Ginea. Heraus kam ein riesiger Haufen Bockmist. Unter Kenner ebenso verschrien ist sein Terminator, Aliens Mix (letzterer wird oft 1 zu 1 kopiert...nur eben viel schlechter) "Contaminator". In meiner Kindheitserinnerung war der Film allerdings noch ganz ok aber darauf kann selbst ich nicht vertrauen.

Dennoch ist, zumindest der Anfang, brauchbar. Eine Rockergruppe durchstreift die menschenleeren Straßen Manhattens auf der Suche nach einem verschteckten Labor. Dieses birgt evtl. das Geheimnis des Lebens. Wirklich gut ist es dann doch nicht versteckt und die illustre Truppe findet es bereits in den ersten Minuten. Nachdem man Essen gefunden kann einen auch der Fund mehrerer grausam zugerichteter LEichen nicht vom bleiben abhalten bis....ja bis in der Nacht die Ratten kommen.

Richtig gelesen, RATTEN ! Matteis Zelluloidschrott ist nämlich nichts anderes als ein plumper, richtig mies gedrehter Tierhorror der eben nach einer Nuklearen Katastrophe spielt. Die Protagonisten gehen nach dem 10 kleine Negerlein Prinzip drauf, versuchen sich teilweise zwischenzeitlich selbst zu dezimieren und schwup ! Schon kommt das Rattenräumkommando aus dem Untergrund und der Film ist zu Ende.

Wie auch den übrigen Filmen von Mattei fehlte dem Film, neben richtigen Schauspielern auch das nötige Budget was man dem Film in nahezu jeder Szenen ansieht. Die Kulissen gehen ja gerade noch, stammen aber vermutlich aus dem letzten Western der zufällig am selben Ort gedreht wurde. Den Darstellern fehlt jedes Talent. Entweder sie spielen hölzerner als ein Streichholz oder aber sie neigen zu overacting was besonders bei den Frauen in nervigen und dämlich aussehenden Schreiorgien endet.

Zugegeben, für ungewollte Lacher sorgt der Film fast schon im Minutentakt. Es ist eben verdammt dumm wenn der Charakter laut Drehbuch gerade von Ratten gefressen wird, die tierischen Statisten aber partout nicht auf ihm sitzen bleiben wollen. "Is mir wurscht !" dachte sich scheinbar Mattei, hielt die Kamera voll drauf und so zappeln und schreien die untalentieren Knallchargen eben auch wenn die possierlichen Tierchen brav auf ihnen rumsitzen und schnuppern oder gar schon wieder von ihnen hinuntergeklettert sind. Das ganze wirkt grotesk, billig...aber eben auch irgendwie lustig.

Die Dialoge sind ebenfalls zum kreischen. Ein Gangmitglied rebelliert gegen den großen (und blassen) Anführer, sorgt beinahe für das Ableben der halben Gang aber, jetzt kommts, er bekommt eine letzte Chance. Keine 30 Sekunden später wettert er schon wieder gegen seinen Anführer, aber da man ihn laut Drehbuch für eine ach so dramatische Szenen braucht, darf er noch weiter leben.
Mattei scheert sich einen Dreck um Logik und Sinn um stur sein löchriges (wohl von Ratten zerfressen ?) Drehbuch runter zu kurbeln. Fast schon als Erlösung kann man es betrachten wenn am Ende das Räumkommando aus dem Untergrund kommt....wenn nicht auch das noch so dermaßen unlogisch wäre !!!

Fazit:
Riffs 3 hat wie gesagt nichts mit den "Originalen" zu tun und so tut man ihnen Unrecht wenn man sie mit Teil 3 zusammen nennt. Matteis Film ist in allen Punkten wesentlich schlechter als Teil 1 und 2. Eine richtige Trash Granate, aber Trash im negativen Sinne. RIFFS 3 ist warer Schrott. Durch die unfreiwillige Komik wurde ich zwar stellenweise ganz gut unterhalten, ein richtiger Filmfreund würde aber schreiend davon laufen.



Das Ende......

Aus heutiger Sicht sind auch die beiden guten "Riffs" Filme nur dem Freund des Italotrash Kinos zu empfehlen. "Moderne" Actionfans werden mit diesen Filmen wohl nicht wirklich etwas anfangen können. Es bleiben Streifen für den Liebhaber (ja, klingt nach schön Rederei). Die Filme stammen aus einer Zeit in der das Kino vielleicht nicht besser, dafür aber um einiges vielseitiger als Heute war. Solche Filme gibt es heute nicht mehr im Kino und wird es warscheinlich auch nicht mehr geben. Zwar gab es auch aus den USA Versuche ähnliches zu drehen, Carpenters "Escape from New York" zum Beispiel, doch das italienische Kino brachte dennoch die schmutigeren, unkonventionelleren und teilweise auch unterhaltsameren Filme. Witzig, denn wie ganz am Anfang erwähnt, kopierten die Italiener meist nur irgendwelche Vorbilder. Neil Marshall scheint dieses Jahr mit "Doomsday" einen Film in die Kinos zu bringen der zumindest in Sachen Optik diese alten Endzeitstreifen wieder aufleben lassen könnte. Bestimmt in "sauberen" Bahnen aber besser als nichts....wer damit nicht zufrieden ist sollte sich eben nochmal die RIFFS anschauen.

Ich verabschiede mich bis zur nächsten Trashsitzung
17.3.08 14:02





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